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Spätestens seit den PISA-Studien ist der Begriff “Literacy” oder “Lesekompetenz” in aller Munde. Aber das bedeutet er überhaupt?

Studien zum Mediennutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen (z.B. die KIM oder JIM-Studie) haben ergeben, dass der Großteil der Jugendlichen immer weniger in ihrer Freizeit liest. Ein unbedachter, hoher Konsum von digitalen Medien und Spielen steht dabei unmittelbar im Zusammenhang mit negativen Schulleistungen. Rund 10.000 Jugendliche jährlich verlassen in Österreich das Schulsystem ohne Lehr-, Fachschul- oder Maturaabschluss. Es hat sich gezeigt, dass Sprach- und Lesekompetenzen direkt mit schulischem und beruflichem Erfolg zusammenhängen.

Mit „Lesekompetenz“ oder „Literacy“ wird international die Fähigkeit des sinnerfassen­den Lesens umschrieben, also die Kompetenz, geschriebene Texte zu verstehen, zu ver­wenden und Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, um am Gesellschaftsleben teilzuneh­men, die eigenen Ziele zu erreichen und um die eigenen Fähigkeiten und das eigene Wissen weiterzuentwickeln (vgl. OECD 2015).

Es sind also die praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten des Lesens an sich, aber auch, ob man Lesen und Schreiben überhaupt als sinnvoll erlebt und die für das Lesen notwendigen Anforderungen erbringen will – was nur passiert, wenn Lesen auch positive Emotionen vermittelt (Identifikation mit Figuren, Eintauchen in spannenden Welten, Neues lernen,…).

Die Lesekompetenz steht im Zusammenhang mit der Lesehäufigkeit: Je höher die Anforderung an den Leser ist, desto eher entwickelt sich die Lesekompetenz weiter. Jemand, der gut liest, braucht dann auch weniger Anstrengung und weniger Konzentration als jemand, der nur mit Mühe Texte lesen und erfassen kann – Lesen wird für ihn oder sie dann wenig Vergnügen darstellen und die Spirale dreht sich weiter, indem Lesehäufigkeit und Lesekompetenz sinken bzw. nicht weiter zunehmen.

Darüber hinaus hat „Literacy“ auch eine soziale Bedeutung: Lesen und Schreiben zu können macht in einer Gesellschaft Sinn, weil ich mich mit anderen Personen verständigen kann.

Der Begriff vereint somit Text-und Sinnverständnis, sprachliche Abstraktionsfähigkeit,Erzähl-undLesefreude,VertrautheitmitBüchern,Schreiben,schriftliche Ausdrucksfähigkeit und Medienkompetenz. (Reading) Literacy bezieht sich im Kleinkindalter auf alle elementaren Basiserfahrungen, die Mädchen und Buben mit Texten (gedruckt und digital), Erzähl-und Schriftkultur vor dem eigentlichen Lesen-und Schreibenlernen machen.

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